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Beginners Guide Lackieren
Kapitel
1: Ein abschreckender Erfahrungsbericht
Kapitel
2: Auswahl der Farbe und Technik
Kapitel
3: Üben üben üben
Kapitel
4: Vorbereiten
Kapitel
5: Lackieren
Kapitel
6: Finishing
Beginners Guide Lackieren
4: Vorbereiten
Das zu lackierende Objekt ist selbstverständlich erstmal
gründlich zu säubern.
Abkleben ist gut, abbauen ist besser:
Je weniger man am Stück hat um so einfacher wird das Lackieren. Alles was
nicht lackiert werden soll nach Möglichkeit sowieso schon mal runter, und
am besten baut man natürlich auch noch die Türen ab. Alles was dann
noch an der Karosserie dran hängt dasnicht lackiert werden soll wird mit
Folie und Klebeband abgedeckt. Da nass geschliffen wird und sich das übliche
Maler-Klebeband (Krepp-Band) dabei schon mal löst sollte man lieber zu
Kunststoff-Gewebeband greifen.
Dann wird geschliffen. Und zwar nass (Schleifbogen nass machen und schleifen,
ab und zu in Wasser tauchen). Körnung sollte je nach Oberflächenbeschaffenheit
600-800 sein, fängt man sehr grob an (womöglich gar mit 240er oder
400er) weil z.B. weil die Oberfläche stark beschädigt ist, sollte
man in 100er Schritten immer feiner werden. Das wird gemacht bis die Oberfläche
einheitlich schön matt ist. Wurde vorher schon irgendwo "rumgepfuscht"
(z.B. Rost ausbessern und die Stelle mit der Sprühdose nachlackieren) oder
sind massive Oberflächenschäden zu finden (Rost, tiefe Kratzer) muß
unter Umständen trocken maschinell (Schwingschleifer) mit einer Körnung
von 240-280 vorgeschliffen werden, anschließend wieder immer feiner werdend
(100er Schritte) erst bis 400 noch maschinell und dann 500, 600, 700, 800 nass
von Hand. Dabei sollte man nach Möglichkeit nicht den Lack ganz runterschleifen
sondern nur soweit bis die Oberfläche glatt ist. Kommt man aufs Blech runter
durch den Lack... egal, sollte aber eigentlich nicht sein.
Rost
kann man mit Werkzeugen wie dem "Dremel" wegschleifen. Hierbei nicht
zu zimperlich sein, sondern alles wegschleifen, was annähernd verrostet
sein könnte. Man kann ja anschließend spachteln. Trifft man auf großflächige
Rostflächen die mit dem Dremel nicht zu beseitigen sind helfen Fiberglas-Putzscheiben
(Für Flex - siehe Abbildung - und Bohrmaschine), die aufgrund der schwarzen
Färbung und der Form "Negerkekse" genannt werden (die Originale
von 3M haben inzwischen andere Farben die unterschiedliche Härtegrade kennzeichnen,
Bosch und 3M-ScotchBrite verkaufen im Baumarkt immer noch schwarze). Der Härtegrad
des Fiberglasgeflechtes ist so optimal, daß man zwar Lack, Schmutz, Rost
und alles "nicht-metallische" abträgt, das eigentliche Metall
jedoch weitgehend verschont
Beulen gilt es auszubeulen, das hab ich noch nie gemacht also schweige ich mich
lieber dazu aus.
Die Oberfläche wird jetzt noch einmal gereinigt. Mit Silikonentferner oder
Entfetter, notfalls falls nichts anderes zur Hand ist mit Verdünner. Der
Verdünner sollte der vom Lackhersteller sein, wegen der Kompatibilität
zum neuen und alten Lack.
Muß gespachtelt werden tut man dies auf dem blanken Blech da dort der
Spachtel besser hält als auf Grundierung.
Dann wird grundiert.
Zum Grundieren nimmt man heute üblicherweise einen Grundierfüller.
Der vereint Haftgrundierung und Füller der sich in feine Unebenheiten reinsetzt.
Hat man fertig grundiert/gefüllert muß die Grundierung noch einmal
fein geschliffen werden, 800er (ggf. 600er bei Läufern) bis 1000er (zum
Finishing guter Grundierung) Körnung naß. Natürlich muss die
Grundierung hierfür gut durchgetrocknet sein und nach dem Schleifen noch
mal mit Silikonentferner gereinigt werden. Ist die Grundierung vollends gelungen
kann man auch direkt auf sie lackeiren, es gibt sogar Nass-in-Nass Lackiertechniken
bei der auf noch nicht vollständig durchgetrocknete Grundierung lackiert
wird, das ist aber wirklich nur was für hartgesottene Profis.
Die Vorbereitungen sind damit abgeschlossen.
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